Nebenjob als Stadtführer/in

Der Nebenjob als Stadtführer beinhaltet einen abwechslungsreichen und interessanten Arbeitsalltag. Durch vielseitige Kontakte zu Touristen verliert dieser Nebenjob auch nach einer langjährigen Ausübung nicht an Attraktivität.

 

Voraussetzungen für den Nebenjob als Stadtführer

 
Da der Beruf des Stadtführers in Deutschland, im Gegensatz zu den europäischen Nachbarländern, staatlich nicht geregelt ist, kann grundsätzlich jeder Interessent diesen Nebenjob ausüben. Dennoch sollte man verschiedene Fähigkeiten vorweisen, um die nationalen und internationalen Touristen kompetent über die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte der Stadt informieren zu können. Ein gutes Gedächtnis und ein gewisses Interesse an historischen Ereignissen und wissenswerten Fakten sind hierbei von Vorteil. Zudem sollte man als Stadtführer offen auf Menschen zugehen und auch ohne Scheu vor der Gruppe sprechen können. Kann man dann noch eine nette Anekdote zu der Stadt und deren Geschichte erzählen, ist die Aufmerksamkeit der Besucher geweckt und die Stadtführung gestaltet sich für alle Beteiligten angenehm und unterhaltsam.
 
Eine umfangreiche Stadtführung kann unter Umständen mehrere Stunden in Anspruch nehmen und sich über ein großes Gebiet erstrecken. Aus diesem Grund sollte man als Stadtführer über eine gute körperliche Verfassung verfügen und auch in der Lage sein, mehrere Stunden am Stück auf den Beinen zu sein. Doch auch stimmliche Qualitäten werden von einem Stadtführer gefordert. Durch die Geräuschkulisse der Straßen sollte man als Stadtführer laut und deutlich sprechen können, damit auch Personen, die etwas entfernt vom Stadtführer stehen alle Informationen verstehen können. Da häufig auch internationale Besucher an Stadtführungen teilnehmen, wäre ist es von Vorteil, wenn der Interessent zumindest Englisch als Fremdsprache beherrscht.
 

Aufgabenstellung als Stadtführer

 
Im Rahmen einer festgelegten Führung zeigt man als Stadtführer den Besuchern und Touristen die interessantesten Sehenswürdigkeiten und schönsten Orte der Stadt. Ergänzt wird die Stadtführung durch wissenswerte Informationen und unterhaltsame Geschichten. Stadtführungen erfolgen in den meisten Fällen zu Fuß. Hierbei läuft der Stadtführer gemeinsam mit der Reisegruppe eine bestimmte Route und führt die Besucher zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Gerade in Großstädten werden diese Führungen allerdings häufig in Form einer Stadtrundfahrt durchgeführt. Hierbei steuert der Bus verschiedene Sehenswürdigkeiten an und der Stadtführer erzählt entweder vor Ort oder während der Fahrt alle relevanten Informationen.
 

Besonderheiten beim Nebenjob als Stadtführer

 
In Deutschland gibt es keine staatlich geregelte Ausbildung für den Beruf des Stadtführers. Aus diesem Grund hat der Bundesverband der Gästeführer in Deutschland e.V. ein Qualifizierungskonzept entwickelt, das mittlerweile vielerorts als Grundlage für die Weiterbildung der Stadtführer verwendet wird.
 

Arbeitszeiten als Stadtführer

 
Die Arbeitszeiten eines Stadtführers können je nach Anstellung unterschiedlich ausfallen. Während manche Stadtführer verstärkt am Wochenende tätig sind, arbeiten andere nur unter der Woche während der Urlaubssaison. Dennoch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man als Stadtführer häufig dann arbeitet, wenn Freunde und Familie ihre Freizeit genießen.

Verdienst als Stadtführer

Die Verdienstmöglichkeiten variieren je nach Arbeitgeber, Länge der Tour und Anspruch der Stadtführung. Der Stundenlohn eines Stadtführers liegt ungefähr bei 10 Euro. Anspruchsvolle Touren oder Führungen in einer Fremdsprache werden auch mit bis zu 30 Euro pro Stunde bezahlt. Zudem erhält der Stadtführer häufig ein kleines Trinkgeld von den Touristen.