Nebenjob als Proband

Der Nebenjob als Proband zählt sicherlich nicht zu den klassischen Nebentätigkeiten. Doch erfüllt diese Tätigkeit auch einen wichtigen Zweck. Denn bevor ein neues Medikament auf dem Markt zugelassen wird, müssen ausführliche Studien und Testreihen durchgeführt werden, um mögliche Neben- und Wechselwirkungen zu erkennen.

 

Voraussetzungen für den Nebenjob als Proband

 
Die Voraussetzungen für den Nebenjob als Proband hängen in der Regel von der jeweiligen Studie ab. Denn je nach Einsatzgebiet des Medikaments wählen die Pharmahersteller eine bestimmte Testgruppe für ihre Untersuchung aus. Hierfür müssen die Teilnehmer gewisse Kriterien erfüllen, um an der Studie teilnehmen zu können. Doch nicht immer wird ein guter Gesundheitszustand für die Teilnahme vorausgesetzt. Auch Risikogruppen oder Personen, die an einer bestimmten Krankheit leiden, können unter Umständen für die Pharmahersteller von Interesse sein. Zusätzlich spielen meist auch das Alter und das Geschlecht eine bedeutende Rolle für die Auswahl. Kinder und schwangere Frauen werden allerdings grundsätzlich abgelehnt. Generell sollte man als Proband keine Angst vor Spritzen oder Injektionen haben. Auch aufwendige Untersuchungen und Blutabnahmen sollten für den Probanden keine Belastung darstellen.
 
Aufgabenstellung als Proband
 
Vor dem Medikamententest muss sich der Proband einer umfangreichen medizinischen Voruntersuchung unterziehen. Erst wenn alle gesundheitlichen Kriterien erfüllt werden, wird der Proband für die Studie zugelassen. Im Rahmen der klinischen Studie muss der Proband dann ein bestimmtes Medikament beziehungsweise einen Wirkstoff zu sich nehmen. Die Dauer der Anwendung und auch die Dosierung werden zu Beginn der Testreihe festgelegt. Die Einnahme erfolgt entweder oral in Tablettenform oder über eine Injektion in die Blutbahn beziehungsweise den Muskel. Je nach Studie verläuft der Medikamententest entweder stationär oder ambulant. Die Dauer des stationären Aufenthalts richtet sich nach dem Ausmaß des Medikamententests und kann nur wenige Tage, aber auch mehrere Wochen dauern. Bei der ambulanten Teilnahme kann der Proband seinem alltäglichen Leben weiter nachgehen und die Studienzeit daheim verbringen. Zur Kontrolle muss sich der Proband in regelmäßigen Abständen medizinischen Untersuchungen unterziehen. Zudem werden die Teilnehmer bezüglich der Wirksamkeit und auch der Verträglichkeit der Medikamente befragt. Nach Beendigung der Studie wird nach einem gewissen Zeitraum eine letzte Nachuntersuchung durchgeführt. Hierbei soll sichergestellt werden, dass die Teilnehmer keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Schäden davon getragen haben.
 
Besonderheiten beim Nebenjob als Proband
 
Während der Studie muss sich der Proband an verschiedene Vorschriften und Anweisungen halten. So dürfen die Teilnehmer zum Beispiel nicht rauchen oder müssen einen bestimmten Ernährungsplan einhalten. Zusätzlich muss der Proband mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen rechnen und muss auch das Risiko einer langfristigen Schädigung in Kauf nehmen.
 
Arbeitszeiten als Proband
 
Die Arbeitszeiten des Probanden richten sich nach der Dauer der Studie und auch des stationären Aufenthalts. So kann es durchaus sein, dass die Teilnehmer mehrere Wochen am Stück für diesen Nebenjob einplanen müssen. Bei den ambulanten Medikamententests hingegen kann der Proband die Studienzeit zu Hause verbringen und seinem alltäglichen Leben nachgehen. Dennoch muss der Proband auch hierbei die Zeit für notwendige Untersuchungen einplanen.
 
Verdienst als Proband
 
Die Verdienstmöglichkeiten richten sich bei diesem Nebenjob nach Art der Studie, dem Risiko und auch der Dauer. So werden stationäre Aufenthalte in der Regel besser bezahlt als eine ambulante Teilnahme. Die Vergütung für ambulante Tests liegen bei wenigen Hundert Euro. Stationäre Medikamententests hingegen können bei mehreren Wochen Aufenthalt auch bis zu 3.000 Euro einbringen.